CURRENT – KUNST UND URBANER RAUM ist ein transdisziplinäres Festival in Stuttgart, das als Biennale konzipiert ist und künstlerische Praxis eng mit urbanen Transformationsprozessen verknüpft.
Bislang wurden drei Festivals mit wechselnden thematischen Schwerpunkten in Stuttgart realisiert. Sie untersuchten und befragten den urbanen Raum aus künstlerischer Perspektive. Jede Edition setzte dabei einen eigenen inhaltlichen Fokus:
2021: Porosität – die erste Ausgabe erforschte das Poröse in der Stadt. Dabei untersuchten die künstlerischen Positionen Potenziale von Räumen, Mythen und Ko-Existenzen ebenso wie die Versprechen großer Bauvorhaben, die Fassaden unserer Scheinwelten und die unvorhersehbaren Effekte der gebauten Umwelt auf unsere Wahrnehmung.
2023: Unruhe bewahren! – Angesichts globaler Krisen und gesellschaftlicher Spannungen rückte die zweite Ausgabe die Unruhe als kollektives Phänomen in den Fokus. Das Festival hinterfragte, wie sich diese Energie produktiv nutzen lässt, um Räume für kreative Entfaltung zu schaffen und inmitten gesellschaftlicher Erschütterungen solidarische, zukunftsweisende Realitäten zu gestalten.
2025: Luft – Als unsichtbares, doch essenzielles Element prägt Luft unsere Umwelt. Die dritte Ausgabe widmete sich dem Thema „Luft“. Künstler*innen untersuchten wie Luft die Stadt Stuttgart durchströmt und machten sie mit Installationen, Interventionen, Performances und Walks an verschiedensten Orten erlebbar. In drei Schwerpunkten widmete sich das Festival Luft als Gemeingut, ihrer materiellen Qualität sowie dem Einfluss des Autos auf die Stadt.
Jede Festivalausgabe umfasste ein vielschichtiges Programm bestehend aus performativen und installativen Interventionen im öffentlichen Raum, ein begleitendes Symposium sowie ein Magazin. Je nach Ausgabe erstreckte sich der Zeitraum über zwei bis vier Wochen, in denen bis zu 90 Veranstaltungen an rund 30 Orten stattfanden.
Einzelpositionen wie auch Gruppen waren eingeladen, neue, ortsspezifisch Arbeiten zu entwickeln. Kooperationen mit lokalen wie internationalen Institutionen und Initiativen waren stets ein wichtiger Bestandteil des Festivals.