Kunst im öffentlichen Raum Stuttgart – Dialogveranstaltung (2022)
Was macht eine zeitgemäße Kunst im öffentlichen Raum aus? Und welche Strukturen braucht eine Kunstpraxis, die stark inter- und transdisziplinär agiert?
Im Auftrag des Kulturamts der Landeshauptstadt Stuttgart gestaltete CURRENT den Auftakt für einen partizipativen Entwicklungsprozess. Die Dialogveranstaltung brachte Künstler*innen, Kulturakteur*innen, Kurator*innen und Vertreter*innen der Stadtverwaltung an einen Tisch. Impulsvorträge, Workshops und moderierte Arbeitsgespräche boten den Rahmen, um Erfahrungen, Erwartungen und Perspektiven für eine zeitgemäße Kunst im öffentlichen Raum auszutauschen, zu bündeln und zu diskutieren. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für die inhaltliche Ausrichtung des neuen Stuttgarter Programms zur Kunst im öffentlichen Raum. Seit 2023 stärkt es gezielt die Zusammenarbeit mit Künstler*innen und fördert innovative Projekte im gesamten Stadtraum.
Beteiligte
Weitere Projekte
Luft – Als unsichtbares, doch essenzielles Element prägt Luft unsere Umwelt. Die dritte Ausgabe widmete sich dem Thema „Luft“. Künstler*innen untersuchten wie Luft die Stadt Stuttgart durchströmt und machten sie mit Installationen, Interventionen, Performances und Walks an verschiedensten Orten erlebbar. In drei Schwerpunkten widmete sich das Festival Luft als Gemeingut, ihrer materiellen Qualität sowie dem Einfluss des Autos auf die Stadt.
„LUFT“ ist ein auf drei Jahre angelegtes Projekt das sich mit der unsichtbaren Ressource Luft und ihrer Bedeutung für das urbane Leben auseinandersetzt. Gemeinsam mit internationalen Künstler*innen sowie jungen Menschen zwischen 15 und 29 Jahren untersucht das Vorhaben, wie Luft als kollektives Gut die Stadt Stuttgart und ihre Bewohner*innen verbindet und prägt: körperlich, politisch, ökologisch, sozial, materiell und poetisch. Künstlerische Arbeiten, Workshops und Begegnungen machen das Unsichtbare erfahrbar und eröffnen neue Perspektiven auf den urbanen Raum.
Driving, Dreaming, Drifting untersucht den Einfluss des Automobils auf Umwelt, Mobilität und urbane Räume sowie auf gesellschaftliche Machtstrukturen. Das Projekt hinterfragt Vorstellungen des öffentlichen Raums, die häufig von Kontrolle, Ausschluss und Hierarchien geprägt sind. Das Auto fungiert dabei als Symbol für Besitz, Individualisierung und Dominanz.